Der Tannenhof Oberweilbach in der 3. Generation. Dürfen wir vorstellen – Michael Spennesberger.

Ein wenig loslassen – mehr vertrauen – sehr stolz sein. Dieser Effekt trifft es vielleicht ganz gut – die Gefühlswelt von Stefan Spennesberger, dem Geschäftsführer des Tannenhof Oberweilbach. Einer der größten Betriebe für Christbaumproduktion im Großraum München machte 2021 einen ersten Schritt für den langfristig geplanten Generationenwechsel im Familienbetrieb.

Der Weg in die dritte Generation.

Stefan Spennesberger kennt das zu gut, denn es ist auch seine Geschichte: Die Entscheidung für den Einstieg in den Familienbetrieb und für die Weiterführung in die nächste Generation. Ganz so einfach ist es nicht, wie der Christbaumexperte zugibt: „Wir sind ein Familienbetrieb, der in den 80er Jahren von meinen Eltern gegründet worden ist. Ich habe den Tannenhof Oberweilbach vor Jahren übernommen, die Kinder wissen, was auf sie zukommt.“ Die Verantwortung liege in seinen Händen, alles drehe sich immer nur um das Geschäft, selbstständig wäre an sehr vielen Tagen selbst und ständig. Seine Kinder kennen das also nicht anders, sie waren von klein auf dabei und mittendrinnen – in den Christbaumkulturen, in der Christbaumernte, im Christbaumverkauf. Inzwischen seien seine Kinder in einem Alter, in dem sie realistisch die Bedeutung des Familienbetriebs einschätzen und bewusst eine Entscheidung treffen können. Die Einleitung des Generationenwechsels erlebt Stefan Spennesberger nun also von der anderen Seite: „Meine drei Kinder übernehmen zunehmend mehr Verantwortung. Ein schönes Gefühl.“

Eine große Aufgabe für den Erstgeborenen.

Spricht man über die Körpergröße, so hat Michael Spennesberger seinen Vater schon vor ein paar Jahren eingeholt. Der älteste Sohn übernimmt seit vergangenem Jahr nun aber auch eine ebenso große Rolle im Betrieb – und das war genau so geplant: Nach der Ausbildung zum Metallbauer folgte der erfolgreiche Abschluss als Landwirt und danach die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker für Landbau. Diese vielen Schritte waren wichtig für die Aufgabe, die auf ihn wartet und in die Michael hinein wachsen darf. Mit 24 Jahren trat er 2021 in den Familienbetrieb seines Vaters ein und wird dort als Junior Chef eingearbeitet. Langfristig soll Michael die Geschäftsführung des Tannenhof Oberweilbach übernehmen.

Die große Liebe zu den Bäumen.

Dass das nicht nur Verwaltung im Büro bedeutet, freut den Sohn von Stefan und Nicole Spennesberger. Seine Vorliebe gilt wie schon in jungen Jahren der Arbeit in der Natur und mit den Bäumen. Der Formschnitt ist Michaels Lieblingsaufgabe. Das merkt man, wenn der Fachmann erzählt: „Natürlich gehen wir auf die Wünsche unserer Kunden ein. Wir schneiden den Baum mit der Heckenschere grob in Form und dann beginnt die eigentliche Feinjustierung. Mit der Handschere entnehmen wir gezielt den einzelnen Zweig, der einfach raus muss, sodass der Baum eine schöne Form hat. Und in den darauf folgenden Jahren werden die Bäume immer wieder nachbehandelt, damit sie ihre Form behalten.“

Ein Projekt, das ihm an Herzen liegt, sind die Tannenzweige. Bereits im vergangenen Jahr verantwortete und optimierte Michael den Direkt-Vertrieb und die Vermarktung über Kooperationen mit regionalen Geschäftspartnern und schuf so eine viel versprechende Basis für den zukünftigen Absatz des Tannengrüns.

Alle Wege führen nach Oberweilbach.

Das langfristiges Ziel von Michael Spennesberger ist klar definiert, nicht nur für Tannenzweige & Co.: Die Idee seines Großvaters von einem Tannenhof Oberweilbach in Ehren halten, das Lebenswerk seines Vaters weiterführen, die Übernahme des Familienbetriebs und das Bestehen des Tannenhof Oberweilbach für die kommenden Generationen garantieren. „Das Schönste für mich ist einfach, wenn man mit jahrelanger Arbeit aus einer kleinen Jungpflanze einen perfekten Christbaum geschaffen hat. Und wenn der Kunde Weihnachten zu uns kommt, weiß ich einfach, dass ich alles richtig gemacht habe.“

So habe das sein Opa bereits gemacht, sein Papa habe dies so fortgeführt und er möchte daran nichts ändern. Sondern es ggf. nur noch besser machen.

Das Foto zeigt Michael in der Kultur in Oberweilbach, im Hintergrund seine Schwester Susi .