Sechs Richtige. Im fünften Teil der Serie der Dachauer Nachrichten VOM CHRISTBAUM ZUM SETZLING.

Es ist kein Lottoschein, den das Redaktionsteam der Dachauer Nachrichten in der Hand hält, es ist ein Etikett für eine unserer Nordmanntannen. Wie ein Sechser im Lotto ist es dennoch! Von einem kleinen Etikett mit großer Bedeutung berichten die Dachauer Nachrichten in dem fünften Teil ihrer Serie VOM CHRISTBAUM ZUM SETZLING.

Mit System.

„Diese Nummer“, und er deutet auf eine scheinbar zufällig auf dem Etikett aufgedruckte Zahlenkombination, „das ist es, warum wir den ganzen zeitlichen und finanziellen Aufwand auf uns nehmen. Dahinter steckt so viel mehr!“ Der Geschäftsführer des Tannenhof Oberweilbach erzählt von einem detaillierten und umfassenden Dokumentationssystem, das aussagt, aus welcher Kultur exakt jede einzelne Tanne stammt. Fortlaufend vergebene Seriennummern, die in einem gewaltigen Administrationsapparat vermerkt und verwaltet werden, garantieren die Rückverfolgbarkeit jeder verkauften Nordmanntanne aus rund 500.000 m² Kulturen in Oberweilbach, Hörgenbach und Petershausen.

Mit Etikett.

Die Dachauer Nachrichten, die den Tannenhof Oberweilbach seit Februar begleiten und den Weg VOM SETZLING ZUM CHRISTBAUM aufzeigen, machen die Probe aufs Exempel: 118132, rotes Etikett. Stefan Spennesberger zögert nicht lange und kann anhand seiner Unterlagen nach nur wenigen Minuten ausführen: „Die Nummer 118132 ist herangewachsen in der Hörgenbacher Kultur, konkret in Parzelle HB-A-2, Reihen 26-34.“ Eine schnelle Reaktion bei evt. Problemen ist garantiert und ein Kriterium für die Zertifizierung nach GLOBALG.A.P. erfüllt.

„Die Kategorisierung der Bäume erfolgt immer im Sommer“, der Christbaumproduzent erzählt ganz selbstverständlich, was uns Kunden rund sechs Monate vor Weihnachten überraschend früh erscheinen mag. Über Wochen hinweg werden am Tannenhof Oberweilbach die Baumgenerationen gesichtet und Bäume so ausgewählt, dass auch für die folgenden Verkaufsjahre ausreichend große Bestände an attraktiven Christbäumen sicher gestellt sind. Die selektierten Nordmanntannen werden mit einem Etikett markiert, es gibt drei verschiedene Farben, die neben der Erntereife das Preissegment kennzeichnen. Mit rotem Etikett wird Premium-Qualität ausgezeichnet, mit Gelb Standard-Qualität und Blau markieren die Aktionsbäume zu besonders günstigen Preisen.

Mit Auszeichnung.

Diese Auszeichnung per Etikett ist nicht die einzige Auszeichnung, mit denen sich die Oberweilbacher Bäume schmücken dürfen. Seit 2015 ist der Betrieb als erster und bisher einziger Weihnachtsbaumerzeuger im Großraum München zertifiziert nach GLOBALG.A.P. für umweltbewusste Landwirtschaft und nachhaltige Produktion. Die strengen Richtlinien, die es im Zuge dessen zu befolgen gilt, sind nicht mehr wegzudenken aus der täglichen Routine – und auch bei dem Kunden nicht. „Wir verpflichten uns freiwillig den Anforderungen und strengen Kriterien von GLOBALG.A.P. Die Auszeichnung ist für uns eine Bestätigung unserer langjährigen Unternehmensphilosophie“, erklärt Stefan Spennesberger. Für den Kunden aber bedeute sie noch viel mehr. „Das schafft noch mehr Transparenz und Vertrauen in unsere Produkte“, und man sieht deutlich, dass Spennesberger mit seiner Entscheidung für diesen Mehraufwand mehr als zufrieden ist. „Der Kunde möchte wissen, was genau er kauft und wie es produziert wurde. Je nachhaltiger und umweltfreundlicher, desto besser.“

Mit Überzeugung.

Auch wenn diese Auszeichnung nach GLOBALG.A.P. Standard auf dem Etikett keine Kombi aus den Geburtstagen der Kinder, der persönlichen Glückszahl und des Hochzeitstages ist wie auf einem Lottoschein, „es ist einfach wie ein Sechser im Lotto – für den Kunden, der weiß, was er kauft, und für die Umwelt, die dank nachhaltigem Ressourcen-Management mindestens genauso davon profitiert.“ Und eins ist sicher: Ohne (Preis-)Auszeichnung wird aus einer Nordmanntanne kein Christbaum. Wenn noch eine Auszeichnung für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein dazu kommt, umso besser. Denn dann ist es ein Gewinn für alle.

Der die bisherigen Teile der Serie verpasst hat, der kann hier, hier, hier und hier jederzeit nochmals nachlesen.
Und wer noch mehr zu GLOBALG.A.P. (Global Good Agricultural Practice) wissen möchte, der findet hier ausführliche Informationen.